PROJEKTE IM MASTERTECHNISCHE UNIVERSITÄT BRAUNSCHWEIG

I m Folgenden sehen Sie eine Auswahl aus 5 Projekten, welche im Masterstudium der Architekturfakultät an der Technischen Universität Braunschweig entstanden sind.

VIEL SPASS


MASTER THESISProf. Staab

B ereits vor über 200 Jahren galt die Spree als Badeort für die Berliner Bürger. Diverse Flussbäder flanierten an der Spree und gehörten wie selbstverständlich zum Bild des Flusses. Heute versucht Berlin diese Beziehung wieder herzustellen und erweitert stets das Angebot am Wasser weiter. Diese Master Thesis behandelt in Anknüpfung an das Vorhaben der Berliner das Thema des Flussbades und stellt einen Entwurf als Vorschlag für einen Badeort in Lichtenberg dar, welcher im Zusammenspiel mit der Freiraumgestaltung, einen attraktiven Ort für die Bürger der Stadt erzeugen soll.

Schwarzplan
Schwarzplan
Entwurf
Umgebungsplan
Umgebungsplan
Lichtenberg – Berlin

D as Umfeld des Entwurfsgrundstückes ist geprägt von Industriebauten. Die Massenverteilung ist sehr heterogen, besonders auf dem Areal des benachbarten Kraftwerkes. Der Entwurf setzt sich mit dem Rücken zur Köpenicker Chaussee und öffnet sich zur Spree. Die Gebäudemasse reagiert auf die benachbarten Gebäude, legt sich auf die Seite des Kraftwerkes und fächert sich in die entgegengesetzte Richtung auf. Durch die Setzung des Gebäudes auf die östliche Seite des Grundstückes entsteht ein Endpunkt für die Erschließung der Promenade vom Nordwesten her. Es bildet sich auf über der Hälfte des Grundstückes ein Freiraum aus, welcher dem Entwurfsgebäude als Vorplatz dient und verschiedene Aktivitäten anbietet. Als selbstständiger Raum steht er nicht unbedingt in Abhängigkeit vom Flussbad und wird auch außerhalb der Öffnungszeiten von den Besuchern besucht.

Piktogramme
Piktogramme
Entwurf
Lageplan
Lageplan
Grundstück
Ansichten
Ansichten
Nord – Ost – Süd – West
Vertikalschnitte
Vertikalschnitte
AA & BB

Z um Süden hin öffnen sich drei Arme und gewährleisten eine gute natürliche Belichtung des Innenraumes. In vielen Bereichen ist jedoch aufgrund der Funktion und der Nutzung eine starke Belichtung nicht erwünscht. Innerhalb und außerhalb des Gebäudes sind angepasste Lichtsituationen geplant, für verschiedene Atmosphären.
 
Die Erschließung des Flussbades geschieht über den vorliegenden Freiraum und führt zu einem erhobenen Eingangsbereich.  Durch eine Wassertrasse wird das Gebäude vom Freiraum abgekoppelt und erhöht die Eindeutigkeit des Einganges.
 
Der Entwurf entwickelte sich teilweise aus der Erkenntnis, dass die umgebende Industriearchitektur die Geometrie des Kreises oft aufnimmt. Der Kreis ist im Umfeld häufig vertreten und lässt sich selbst auf dem Grundstück in Form von Silospeichern wiederfinden.

Grundriss 02
Grundriss 02
Ebene +1
Grundriss 01
Grundriss 01
Ebene 0
Grundriss 00
Grundriss 00
Ebene -1

D ie Mitte zweier kreisrunder Silos ist  der Ausgangspunkt für die geometrische Entwicklung des Entwurfes. Viele Gebäudeteile entwickeln sich aus Kreisen dieser zwei Punkte und haben somit ihren Ursprung in diesen Zentren. Durch diese geometrische Abhängigkeit soll das Gebäude logisch in sich aufgebaut sein, ohne jedoch eine intuitive Formsprache auszuschließen.
 
Alle Gebäudeteile halten an dieser Regel fest und werden zu eigenen Elementen, welche an diesen beiden Gelenken verankert sind.
 
Die Filterung des Flusswassers geschieht über im Fluss angebrachte Filteranlagen, welche an der westlichen Seite des Gebäudes in der außenliegenden Wassertrasse angebracht sind.
 
Das Filtersystem reinigt das Flusswasser direkt nach dem abpumpen und verteilt es über die Systemanlagen im Untergeschoß zu den einzelnen Becken.
 
Das Flussbad funktioniert als komplexes System in einer komplexen Form.

Vogelperspektive
Vogelperspektive
West
Vogelperspektiven 360°
Vogelperspektiven 360°
Nord – Nordost – Ost – Südost – Süd – Südwest – West – Nordwest
Perspektive 01
Perspektive 01
Perspektive 02
Perspektive 02
Perspektive 03
Perspektive 03
Perspektive 04
Perspektive 04

D as physische Modell ist in einem aufwendigen Prozess entstanden. Dafür wurde zunächst der Boden aus eine MDF-Platte so zurecht gefräst, dass die danach angefertigten Teile passgenau eingesetzt werden können. Die Gebäudeteile mit rundlichen Formen wurden teilweise als Gipsplot im Rapid Prototyping Verfahren umgesetzt. Andere orthogonale Gebäudeteile sind als Faltmodell aus Aquarellpapier gelasert und anschließend zusammengeklebt worden.

Modell
Modell
Foto 01
Modell
Modell
Foto 02

SPORTPARK IM GEBIRGEProf. Penkhues

Entwurfslogo
Entwurfslogo

D ieser Entwurf mit dem Namen Adapted Horizon [Angepasster Horizont] versucht die Typologie des Sportstadions in einem schwierigen Kontext neu zu interpretieren.
 
Als potentieller Ort für das Vorhaben wurde im Süden Rio de Janeiros ein Gebiet im Gebirge mit dem Namen Represa do Tatu ausgewählt, welches eine topographische Basis für das Stadion bietet. Hier treffen sich auf sozialer Ebene verschiedene städtebauliche Strukturen inmitten vertikaler Ausbreitung der Landschaft.

Das Stadion legt sich in eine Wanne im Berg, bildet zu diesem einen Rücken und öffnet sich mit einer Seite zum Meereshorizont. Eingeschnitten in den Berg zieht sich das Stadion zurück und ist im Vergleich mit der massiven Erscheinung typischer Stadien ein sensibler Eingriff in das vorhandene Stadtgefüge.

Lageplan
Lageplan

D urch die Lage bietet der Sportpark eine besondere Situation mit verschiedenen Qualitäten. Als öffentlicher Sportpark bietet es außerhalb von Events für umgebende Vereine aus den Bereichen Tanz-, Kampf- und Manschaftssport eine Fläche zur Entwicklung kultureller Potentiale und einen Schritt zur Verbesserung sozialer Schwachpunkte.
 
Ein sicherlich sehr problematisches Gebiet gilt der Stadtteil Rocinha, eines der größten Favela-Cluster der Welt. Die Ausbreitung der armen Bevölkerung in die Berge symbolisiert die Befreiung von städtischem Zwang und ist als Leitidee für den Entwurf gewählt worden. Ebenfalls gilt der Entwurf als Vorschlag für einen neuen Ansatz im städtbaulichen Kontext.
 
Die steigende Bevölkerungsanzahl und somit die Verdichtung der Stadt lässt die Vorstellung einer Ausbreitung in die Höhen der Gebirge als eine plausible Möglichkeit erscheinen.
 
Dieser Entwurf ist als ein experimenteller Ansatz zu betrachten, welcher mit städtischen Schwierigkeiten auf sozialer und architektonischer Ebene umgeht.

Vertikalschnitte
Vertikalschnitte
Sprengisometrie
Sprengisometrie
Horizontalschnitt 01
Horizontalschnitt 01
Horizontalschnitt 02
Horizontalschnitt 02
Horizontalschnitt 03
Horizontalschnitt 03
Perspektive 01
Perspektive 01
Kompletter Sportpark
Perspektive 02
Perspektive 02
Schwimmbad
Perspektive 03
Perspektive 03
Horizontblick
Modell
Modell
Foto 01
Modell
Modell
Foto 02
Modell
Modell
Foto 03
Modell
Modell
Foto 04

ERDBEBEN MUSEUMProf. Szyszkowitz

D as verheerende Erdbeben von 1755 in Lissabon zerstörte die Stadt fast vollständig. Nahezu alle Gebäude wurden dadurch vernichtet, tausende Menschen sind zum Opfer gefallen. Viele Philosophen führten Diskurse über diese Naturkatastrophe, was in Zeiten der Aufklärung das Glaubensbild erschütterte. Denn wie kann ein gütiger Gott soviel Leid zu lassen? Die Topographie der Stadt erlebte eine große Erschütterung, was extreme Höhenunterschiede an einem Ort verursachte.

Explosionsisometrie
Explosionsisometrie
Entwurf

Dieser Entwurf behandelt nicht nur das Thema des Erdbebens von 1755, sondern vielmehr die Dramatik eines ausbrechenden Erdbebens und seine erschütternde Wirkung durch die Überwältigung der Natur über den Menschen. Dieses spezifische Moment soll in eine Architektur übersetzt werden. Dafür ist ein Erdbebenmuseum zu entwerfen.
Als Annäherung an das Thema und zum Einstieg wurde zunächst versucht, eine Skulptur zu entwerfen, welche möglicherweise als Formanalyse für den Entwurf dient, sowie mögliche räumliche Qualitäten aufweist.

Lageplan
Lageplan
Grundstück in Lissabon

F ür den Entwurf wird der Höhenunterschied am Grundstück genutzt, um eine kraftvolle Wirkung zu erreichen. Die Architektur wirkt dadurch im engen Stadtraum, sowie unmittelbar in der Einkaufsstrasse und weitläufig über den öffentlichen Platz, durch die Größe und Erhabenheit des Museums. Die Eingangssituation ist eher zurückhaltend konzipiert und durch einen ruhigen Innenhof über mehrere Treppenstufen zu erreichen. Somit soll eine gewisse Spannung aufgebaut werden.
Die Kirchen-Ruine „Contento do Carmo“ wird für die Umgebung möglichst sichtbar gelassen und steht im Kontext zum Entwurf, da dieser sich im vorderen Bereich um die Ruine schmiegt und diese nahezu festhält. Ein gegenseitiger Respekt soll durch diese Haltung erreicht werden. Die Form des Gebäudes ist von verschobenen Platten abgeleitet, welche Verschneidungen, Überlappungen und Kollisionsbrüche mit sich bringen. Der Innenraum ist parallel zur Gebäudehülle entwickelt worden, wobei eine Beziehung zwischen den Beiden unbedingt gegeben sein sollte.

Ansicht
Ansicht
Schnitt 01
Schnitt 01
Schnitt 02
Schnitt 02
Horizontalschnitte 01 & 02
Horizontalschnitte 01 & 02
Horizontalschnitte 03 & 04
Horizontalschnitte 03 & 04

E s entsteht eine Raumfolge, welche sich über den ganzen Gebäudeverlauf aufeinander bezieht.
Jeder Raum besitzt seine spezifische Wirkung auf den Betrachter, was durch verschiedene Dimensionen und Lichtsituationen erreicht wird. Es gibt Räume mit Ausblick in die Stadt, welche durch das Tageslicht sehr hell erscheinen. Andere Räume besitzen lediglich ein Oberlicht und erwecken beim Betrachter eine eher mystische Wirkung. Auch gibt es Räume ohne Tageslicht mit einer sehr ruhigen Atmosphäre, da sie komplett abgeschirmt von der Umgebung erscheinen.
Im Erdgeschoss des Gebäudes gibt es eine Markthalle mit Ständen zum Verkauf von traditionellen Lebensmitteln und einem regionalen Restaurant.

Perspektive
Perspektive
„Gasse“
Perspektive
Perspektive
Innen 01
Perspektive
Perspektive
Innen 02
Perspektive
Perspektive
Von einem Aussichtsturm

MULTIFUNKTIONALES GEBÄUDEProf. Grüntuch-Ernst

I m Herzen der Stadt München befindet sich einer der prominentesten und frequentiertesten Orte, der Stachus mit dem Karlsplatz.

Diesem Platz gegenüber ist das zu bebauende Grundstück, welches in der Achse zwischen dem Bahnhof und der Fußgängerzone liegt und aufgrund seiner Lage sehr präsent für die Öffentlichkeit ist.

Nun ist die Frage zu stellen, wie München mit Bestandsgebäuden umgehen sollte? Welches Gebäude wird dem gerecht, denkmalgeschützt zu werden? Und besonders ist darüber nachzudenken, wie Münchens neue Architektur sich verhalten darf?

All diese Fragen und noch einige mehr, sind während des Entwurfes ein wichtiger Bestandteil des Prozesses gewesen.

Inwieweit ist es nun begründbar, einen so wichtigen Ort mit einer Architektur zu füllen, welche sich anpasst und bloß nicht der bestehenden Architektur die Stirn bietet?

Skizze 01
Skizze 01
„Dynamik der Form“

A rchitektur ist immer ein Spiegel der gesellschaftlichen Verhältnisse und könnte als gebautes Sprachrohr der Allgemeinheit bezeichnet werden. Blicken wir auf die Bevölkerung Münchens, so fällt auf, dass sich neben dem traditionellen München, eine junge, dynamische und internationale Stadt aufgebaut hat. Diese Seite Münchens ist jedoch in der recht konservativen und historisch stark belasteten Architektur der Innenstadt kaum wieder zu finden. Aufgrund dessen ist dieser Entwurf nicht nur als Provokation, sondern vielmehr als Schritt in ein neues München zu verstehen.

Skizze 02
Skizze 02
„Ebenen“
Skizze 03
Skizze 03
„Formsprache“

D ie Bestandsgebäude auf dem Gründstück sind aus den 70er Jahren und schöpfen das Potential der prominenten Lage nur unzureichend aus. Bereits in der Anfangsphase des Entwurfes haben beide Gebäude immer wieder einen negativen Geschmack für den Stadtraum am Stachus mit sich gezogen. Aufgrund dessen und der für den Entwurf schlecht nutzbaren Baumasse werden beide Gebäude abgerissen. Die unterirdische Passage am Stachus wird direkt mit dem Entwurf verbunden und im unteren Bereich des neuen Gebäudes weitergeführt.

Skizze 04
Skizze 04
„Ebenen“
Skizze 05
Skizze 05
„Gebäudefluss der Form“

D as Entwurfsgebäude verbindet verschiedene Nutzungen miteinander und bietet der Stadt gleichzeitig ein neues Stück neuerfahrbaren öffentlichen Raum.
 
Die komplexe Form des Gebäudes und die daraus resultierenden vertikale, öffentliche Erschließung machen diese Architektur erlebbar.
 
Die durch die Bebauung verlorene Stadtfläche wird somit den Bewohnern auf dem Gebäude wiedergegeben.
 
Der Entwurf bietet einen Ansatz, wie man mit Stadtfläche als gesellschaftliches Gut umgehen sollte und versucht das Thema Stadteigentum kritisch zu hinterfragen.
 
Als vertiefendes Thema ist die natürliche Belichtung des Gebäudes behandelt worden.
 
Eine schriftliche Arbeit mit Simulationen und Analysen zum Thema ist daraus entstanden.

Piktogramme
PiktogrammeEntwurf
Lageplan
Lageplan
schematisch
Grundrisse
Grundrisse
schematisch
[/row]
Grundrisse
Grundrisse
detailliert
Vertikalschnitt
Vertikalschnitt
„energetisch“
Detailperspektive
Detailperspektive
Fassade und Büroräume
Perspektive 01
Perspektive 01
“ … vom Karlsplatz.“
Perspektive
Perspektive
„Äußere Erschließung“

EXPERIMENTELLER STÄDTEBAUProf. Brederlau

D iese Seminararbeit bearbeitet das Thema generischer Entwurfsprozesse im Städtebau. Dafür ist die Metropole und Hauptstadt des Iraks, Bagdad, gewählt worden. Zunächst ist es für diese Arbeit von äußerster Wichtigkeit, die klimatischen Bedingungen zu analysieren, um daraus ein möglichst intelligentes System für ein Areal mit einer Fläche von etwa 500 x 500 m zu generieren. Für die Bearbeitung des parametrischen Modells wird das Programm Grasshopper für Rhino verwendet.

Kadhimiya
Kadhimiya
Stadtteilausschnitt
Analyse Kadhimiya
Analyse Kadhimiya
Bebauung – Erschließung – Höfe

D er Anspruch dieses Entwurfes liegt an der generischen Anpassung von kulturellen und klimatischen Erfordernissen und der sich daraus resultierenden Architektur. Ein Altstadtbereich in Bagdad, namens Kadhimya, wird hauptsächlich von einer armen gesellschaftlichen Schicht bewohnt und lässt sich, bis auf die Al-Kadhimiya-Moschee und einigen kleinen Läden, in eine reine wohnliche Nutzung definieren. Die Dichte der Bebauung ist sehr hoch, wobei die vertikale Ausrichtung sehr homogen ist. Das Erschliessungssystem ist labyrinthisch aufgebaut und lässt sich auf enge Gassen und Stichwege reduzieren.

Recherche und Ideenskizzen
Recherche und Ideenskizzen
Kadhimiya

I m Entwurf wird das Areal geordneter, in einem vesetzten, orthogonalen Erschließungssystem definiert. Dadurch soll die Koordination im Areal verbessert werden und aufgrund der höher frequentierten Wege und Straßen, resultierend aus einer heterogener angeordneten Nutzungsverteilung, ein angepasstes System entstehen. Durch Zentrenbildung und öffentlichen Plätzen wird ein Mixed-Used Stadtbereich entworfen, welcher auf die mangelnde kommunikative Interaktion in den heutigen bagdadischen Altstadtbereichen reagiert. Für die entstehenden Felder im Areal, werden verschiedene Gebäudetypen eingesetzt, um die Nutzungsvermischung zu verdeutlichen.

Generischer Entwurfsprozess

Skript
Skript
„… mit Grasshopper.“

D ie Flächenaufteilung des Areals definiert sich zunächst hauptsächlich über das gegebene Erschließungssystem der Umgebung. Straßen und Wege werden aufgenommen und teilen die Fläche in horizontaler Richtung. Eine veränderbare Diagonale durch das Areal, schneidet die horizontalen Linien und teilt das Areal in vertikaler Richtung. Es bildet sich ein orthogonales Erschließungssystem mit verschieden großen Feldern. Das programmierte Skript analysiert nun die einzelnen Felder und definiert sie nach festgelegten Eigenschaften. Es gibt Felder südlich der Zentren, Felder mit und ohne Zentrumsbezug.
Im nächsten Schritt werden die einzelnen Felder nochmals gesplittet, wenn sie eine bestimmte Größe übersteigen.
Die entstandenen Baufelder werden nach ihrer Größe, ihrer Position und der Nutzung eingeteilt. Es findet nun eine Verteilung von sechs verschiedenen Gebäudetypen statt, welche verschiedene Nutzungen vorsehen. Die Gebäude verhalten sich zur Sonnenrichtung und passen ihre Form an.
Bei Bewegung der Diagonalen verändert sich das ganze System.

Arealaufteilung
Arealaufteilung
Piktogramme

D urch das Festlegen von Parametern lässt sich der Entwurf in unzählige Varianten generieren.
Die Volumina passen sich den vorprogrammierten Erfordernissen an und reagieren  somit intelligent auf die Vorgaben des Skripts.
Das Skript funktioniert als übergeordnetes  System und generiert die Gebäudestruktur nach veränderbaren Variablen.
Auf dieser und der nächsten Seite sind zwei Varianten generiert gezeigt, um die Möglichkeiten des parametrischen Entwurfs aufzuzeigen.
Die beiden Varianten folgen jedoch beiden dem gleichen Gesetz.

Variante A
Variante A
Variante B
Variante B

Modell – Rapid Prototyping

E ine Variante wurde als physisches Modell umgesetzt. Dafür ist die Umgebung mit einer 3-Achs-Fräse bearbeitet worden, sodass die Felder als Aussparungen gefräst wurden.
 
Die Gebäude sind im Rapid Prototyping Verfahren aus Gips geplottet und in die gefräste MDF-Platte eingesetzt worden.
 
Dadurch ist ein sehr sauberes und präzises Modell entstanden.

Modell
Modell
Variante A
Modell
Modell
Variante A